Nokias Mail for Exchange vs. Lighttpd
Ich musste leider feststellen, dass sich Nokias Mail for Exchange und lighttpd mit z-push als ActiveSync-Replacement wenig bis garnicht vertragen.
Nachdem ich kürzlich - wie einen Artikel vor diesem zu erlesen - Zarafa installiert habe, hat z-push zwar problemlos mit Windows Mobile, nicht aber mit Nokias Mail for Exchange (MfE) funktioniert.
Nach Analyse des lighttpd access.log fiel folgende Zeile auf
77.24.143.4 - - [29/Sep/2008:18:00:38 +0200] “POST /Microsoft-Server-ActiveSync?User=stephan&DeviceId=IMEI12345678901234&DeviceType=IMEI12345678901234&Cmd=FolderSync HTTP/1.1″ 417 0 “-” “-”
wenn man nun mal Google die Suchmaschine seiner Wahl dazu befragt stellt sich folgendes heraus:
Lighttpd lehnt HTTP-POST Anfragen grundsätzlich mit Fehler 417 ab wenn deren Header den Parameter “Expect” enthält - genau diese Konstellation schickt MfE…
Ich mag ja meinen lighty wirklich gerne, vor allem weil ich mit dem Stil der Config richtig gut zurecht komme… aber dieses Problem lässt mich doch stark darüber nachdenken wieder zurück zum Apachen zu wechseln.
Als temporäre Lösung lauscht nun erstmal der Apache auf einem anderen Port und versorgt mein Handy per z-push und MfE mit Mails, Terminen und Kontakdaten.
Zarafa Groupware-Server
Nachdem kürzlich die Meldung durch die Presse ging, dass der Zarafa Groupware-Server unter der Affero GPLv3 als Open Source Projekt veröffentlicht wurde habe ich mich kurzerhand dazu entschieden das doch direkt mal ausprobieren zu wollen.
Für alle die mit der Marke Zarafa garnichts anfangen können will kurz erläutern was das eigentlich ist.
Zarafa ist eine Groupware welche viele vom Exchange-Server bekannte Features bietet. Dazu gehören neben den üblichen Dingen wie E-Mail (zarafa ist KEIN MTA!), Kontakten, Kalendern und Aufgaben auch Dinge wie z.B. öffentliche Ordner oder auch eine sehr gut funktionierende MAPI-Implementierung. Auch Microsoft-ActiveSync PUSH ist mit Hilfe der schon seit längerem aus dem Zarafa-Projekt heraus enstandenen und unter einer Open-Source Lizenz veröffentlichten freien Implementierung z-push schnell und (je nach Client) recht problemlos möglich!
Am Wichtigsten war für mich persönlich jedoch, dass Zafara Webaccess - wie der Name schon ahnen lässt - in seiner Funktionalität und Bedienbarkeit doch sehr stark an Outlook WebAcces aka OWA erinnert.
Man kann ja gegen Microsoft wettern soviel man will aber an OWA kam bisher keine mir bekannte Open-Source Lösung auch nur ansatzweise heran.
Mal im Ernst: Gibt es irgendeinen Menschen auf der Erde der freiwillig und dauerhaft horde einsetzen will? Zumindest mein Drang zur Perversion ist da nicht groß genug!
Nach einer “Previewinstallation” in einem CoLinux mit Debian Etch habe ich mich dann recht schnell entschieden, dass ich diese Groupware in Zukunft gerne für meine Privaten Mails, Termine und Kontakte nutzen will.
Bisher setzte ich beim Mailserver auf Postfix + Postfixadmin mit Maia Mailguard als Spam und Virus Management System und Courier als imap/pop3 Server .
Die Migration auf zarafa gestaltete sich dabei denkbar einfach.
Erstmal alle bisherigen Serverdienste beendet um während der Änderungen keine Mails in ein nach der Installation totes Postfach zu kriegen.
Dann auf der Zarafa Community Seite die Debian Etch zarafa*.debs heruntergeladen und installiert.
Einige Abfragen (mysql user/pw etc) später ist Zarafa dann auch schon vollständig installiert. Kurz noch einen ersten User mit zarafa-admin anlegen und schon kann man sich via webinterface (welches standardmäßig nach /var/www/webaccess installiert kopiert wird) einloggen.
Damit auch die Mails dort landen wo man sie haben will - in der mysql-Datenbank von zarafa und nicht in den bisherigen mailboxen auf dem Filesystem - muss Postfix noch eine neue Config verpasst werden.
Folgende Konfigurationseinträge sind zu machen:
main.cf
mydomain = reichholf.net myhostname = host alias_maps = hash:/etc/aliases alias_database = hash:/etc/aliases virtual_alias_maps = mysql:/etc/postfix/mysql-aliases.cf myorigin = /etc/mailname mydestination = $myhostname, $myhostname.local, localhost, $mydomain mynetworks = 127.0.0.0/8 mailbox_transport = zarafa: zarafa_recipient_limit = 1 inet_interfaces = all
mysql-aliases.cf
# The user name and password to log into the mysql server. user = root password = zarafa hosts = 127.0.0.1 dbname = zarafa # For Postfix 2.2 and later The SQL query template. # See mysql_table(5) for details. query = select value from objectproperty where objectid=(select objectid from objectproperty where value='%s' limit 1) and propname='loginname';
und dann noch der Mailbox Transport zarafa in der master.cf
zarafa unix - n n - 10 pipe
flags= user=vmail argv=/usr/bin/zarafa-dagent ${user
Das war’s schon!
Postfix neustarten, testmail senden - DAD GEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEHT!
Da ich bereits eine Integration für Maia Mailguard in meiner bisherigen Postfix-Installation hatte habe ich diese auch für Zarafa übernommen - nach mittlerweile ca. 125000 trainierten Mails ist die Trefferquote meines Mailguards mittlerweile wirklich gut (~96% Total - Tendenz steigend!)
Die Installation von z-push gestaltet sich ähnlich simpel. Konfigurieren muss man mit Zarafa als Backend auf Seiten von z-push garnichts, lediglich ein Redirect muss auf dem Webserver eingerichtet werden (/Microsoft-Server-ActiveSync => $webroot/z-push/index.php). PDA anwerfen, testen - geht auch!
Das Einzige was jetzt noch zu tun war war die Erstellung diverser self-signed SSL-Certs und schon war der Groupware-Server vollständig installiert.
Gesamtdauer der Installation: ca. 2h
PS:
Da die Übergabe der Mails an Zarafa über den zarafa-dagent erfolgt kann man auch jederzeit völlig problemlos mit fetchmail arbeiten um eventuell Mails aus externen Mailaccounts zu sammeln - ich persönlich bevorzuge es jedoch meinen eigenen MX zu betreiben.
Die Beatsteaks sind live….
einfach genial!
Nachdem ich am Mittwoch Abend um 18:50 - 10 Minuten vor Einlass - doch noch eine Karte für das Konzert der Beatsteaks in der Münchner Muffathalle für günstige 30,- € ergattern konnte, habe ich dort wohl eine der Besten, wenn die nicht sogar die beste deutsche Liveband erleben dürfen.
Hier mal ein kurzer Ausschnitt aus den Liedern die Sie im Rahmen der “Kanonen auf Spatzen” Tour in München gespielt haben:
- As I Please
- Jane became Insane
- Summer
- Big Attack
- Let Me In <3 <3 <3 <3
- Meatime (zum ersten mal live als Accoustic Version)
- I don’t care as long as you sing
- Soothe Mee
- Frieda & die Bomben
- und unglaublich viele mehr
von 21:00 bis nach 23:00 kochte die mit unglaublichen 1500 Menschen gefüllte Muffathalle bei einer gefühlten Raumtemparatur von ca. 697° Celsius. Aufmerksame unter Euch haben jetzt eventuell bemerkt - 1500 Leute? Gefüllte Halle? WIE KLEIN IST DIE? - Die Antwort: Die Muffathalle hat ca 600m² (38×16) inklusive Bühne, Bar und Technikkram - es war sozusagen ein etwas größeres Privatkonzert.
Neben ganz normalen “Pogoaktivitäten” gab es auch etwas seltenere Aktionen wie z.B. einen ~10-12 jährigen Stagediver der dieses Konzert sicher sein ganzes Leben nicht wieder vergessen wird oder auch eine äußert gut organisierte Wall of Death Love.
Jeder der die Musik der Beatsteaks mag und sie noch nicht live erlebt hat dem kann ich nur eines raten:
Für das nächste Konzert das sie geben -> Karten holen! Mehr Stimmung wird man nur selten erleben.
In Gottes Namen - AMEN